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Tag 15: Samstag, der 16.07.2011

Besigheim – Besigheim (80 km)

Gut gefrühstückt und ab ging´s in die Firma zum Start der letzten Etappe und zur Jubiläumsfeier. Kurz ins Büro, rein in den Raddress und die letzten Stichworte für die Ansprache nach der Ankunft vorbereiten.

Dann ging´s rüber ins Terminal 2 zum Start der letzten Etappe Besigheim – Besigheim.  Die Gruppe ist die größte Gruppe der gesamten Lila Tour: Gregor Braun, Jürgen, Colombo, Steffen Wesemann, Gerd Dörich, Willi Ehemann, viele Radsportfreunde des RSV Besigheim und noch weitere Radsportfreunde, die Grey Socks mit Stefan Schmidt, Peter Krebs, Micha Lehner, Werner Betz, Heinz Betz, was eine wirklich gelungene Überraschung war. Wir waren ca. 30 Leute in der Gruppe. Unglaublich, wie viele Olympiasieger, Weltmeister und Deutsche Meister uns begleiteten (siehe Rubrik prominente Begleitung). Es ist fast unmöglich, alle sportlichen Erfolge der Mitradler aufzählen.

Es herrschte wunderschönes Wetter und Thomas Stöckermann vom RSV hatte eine wirklich schöne Runde zusammengestellt. Bevor wir im Ziel einfuhren, haben wir noch eine Zwischenstation beim Radrennen in Auenstein gemacht, bei dem Lila das U23 und weitere Radrennen sponsert. Danach ging´s flugs nach Besigheim zu der Zielankunft der Lila Tour nach über 1.700 Rad-Kilometern. Dann die Hofeinfahrt. Sensationell: Wir wurden von über 800 Kolleginnen und Kollegen und deren Familienangehörigen begrüßt. Super toll war natürlich auch, dass die Kolleginnen und Kollegen aus Polen, wo die Tour begann, uns nun auch wieder lautstark bei der Ankunft empfingen.

Räder abgestellt, raus aus den Radschuhen, rauf auf die Bühne, kurze Ansprache, die Janusz Bielowka ins Polnische übersetzte, Dank an die Kollegen für die tollen sozialen Hilfsprojekte der einzelnen Standorte, Dank an das Radteam und kurze Vorstellung aller prominenten Mitradler durch Gregor Braun. Direkt im Anschluss fiel der offizielle Startschuss zu 20 Jahr Feier der Lila Logistik. Die Live Band Booster heizte uns richtig ein, tolle Stimmen, guter Rhythmus. Die Stimmung war sofort da und die Feier in vollem Gange. Die Stimmung steigerte sich kontinuierlich, bis sich schließlich die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen auf der Tanzfläche befanden.

Sehr, sehr gerne möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei unserem Radteam Anja Betz, Jürgen Burkhardt, Emmanuel Mendler und natürlich Ingo Hey, der zusammen mit Gregor Braun und der Radsportakademie die ganz Tour geplant und organisiert hat, bedanken. 

Lieber Gregor, Dir mein besonderer Dank, Du hast mich gut und gesund durch alle Etappen gebracht und ich habe durch Deine vielen Tipps gelernt, wie man richtig Rad fährt.

Danke allen prominenten Radsportsportlern, die uns zu sehr hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten motivierten. 

Ein besonderer Dank geht an alle meine Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre gute und erfolgreiche Arbeit die Hilfsprojekte für Kinder und unterschiedliche soziale Einrichtungen erst möglich machen. Danke an alle Kunden und Freunde unseres Unternehmen Lila Logistik, die uns vertrauen und unsere Arbeit schätzen.

Euer/Ihr Michael Müller

Bilder zum Samstag

Tag 14: Freitag, der 15.07.2011

Dillingen –München  Ist 162 km

Am Freitag sind wir bereits um 08.30 Uhr gestartet, weil wir am Abend noch den Transfer nach Besigheim mit den Autos hatten.

Wir, d. h. natürlich das ganze Team plus die Radler Steffen Wesemann, Mike Kluge, Gregor Braun und ich. Carsten Jacobi konnte leider auf Grund einer Verletzung nicht wie geplant mitradeln.

Bei strahlendem Sonnenschein, allerdings sehr kühl, so dass wir mit Armlingen und Beinlingen starten musste, ging es los.

Wese und Mike schienen gut geschlafen zu haben und der Rückenwind tat sein Weiteres. Wir radelten mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit aller Etappen nach München und waren über eineinhalb Stunden schneller unterwegs als geplant. Lediglich der Berufsverkehr und die vielen roten Ampeln nach München hinein, machten uns etwas zu schaffen.

In München angekommen, wurden wir mit großer Zieleinfahrt und viel Applaus empfangen. Es war eine sehr schöne Etappe, die wieder einmal bewiesen hat, wie schön Deutschland ist. Man sollte wirklich viel öfters die Nebenstrecken mit den Autos nutzen.

Nach der Ankunft sind die Räder und das Reisegepäck direkt verstaut worden. Wir, die Radler, gingen zum Duschen und ich hatte das Glück noch eine Massage zu bekommen.

Bis wir zurückkamen war das Bier angezapft – eben wie auf dem Oktoberfest – und das leckere Grillbuffet war aufgebaut. Herr Jacobi hielt noch eine Ansprache zum Firmenjubiläum und die Mitarbeiter hatten noch eine schöne Überraschung vorbereitet.

Wir wären gerne noch viel länger geblieben, aber Freitagnachmittag ging’s von München in Richtung Stuttgart. Es gibt lustigeres. Wir benötigten über dreieinhalb Stunden.

In Besigheim angekommen, sahen wir dass die Aufbauarbeiten für das morgige Jubiläumsfest voll im Gange waren. Es zeichneten sich die ersten Strukturen ab.

Dann ging´s nach Hause und dann war es auch schon wieder 22.00 Uhr. Schnell noch was gegessen und ab ins Bett. Denn morgen stehen 2 Etappen an.

Erstens die Abschlussetappe Besigheim – Besigheim und zweitens die Jubiläumsfeier.

Tag 13: Donnerstag, der 14.07.2011

Schorndorf – Dillingen 112 km

Neuer Tag, neues Glück und neue Mitradler.

Heinz und Werner Betz, die uns gestern von Althengstett nach Schorndorf begleiteten, sind erst am Samstag wieder mit dabei. Elke, die uns die Berge hinaufzog und uns mal zeigte, was Frauenpower heißt, verließ uns auch gestern nach dem Abendessen. Vielen Dank Euch allen für die tolle Unterstützung. Es hat viel Spaß gemacht.

Der Startschuss fiel heute auf dem wunderschönen Marktplatz von Schorndorf: Untergebracht waren wir in dem wunderschönen Hotel Pfauen (www.pfauen-schorndof.de).

Dann stieß heute „Mike the Bike“ zu uns.

Wir starteten in Schorndorf also zu viert auf dem Rad: Steffen Wesemann, Mike Kluge, Gregor Braun und ich. Steffen und Mike waren frisch, so dass es mit ordentlich Speed los ging.

Das Wetter war nicht ganz so gut angesagt, aber wir hatten zum Glück kein Regen. Natürlich mussten wir einige Anstiege der Ostalb bewältigen, aber wir hatten Rückenwind und so ging dies auch mit ordentlich Schwung. Wir radelten durch schöne Landstriche und irgendwann sagte ich im Spaß zu Mike: „Im nächsten Örtchen fahren wir um eine Kurve und dort ist eine Illy-Espresso-Bar“.  Mike antwortete nur, von was träumst Du sonst. Weder Mike noch ich trauten unseren Augen. Tatsächlich eine Illy-Espresso-Bar in der nächsten Kurve. Vollbremsung und hinein, Espresso und Kuchen bestellt, denn wir hatten Zeit, waren viel zu schnell unterwegs und heute war es nur eine Überführungsetappe nach München.

Dann ging´s weiter und ruckzuck waren wir in Dillingen. Mike zeigte uns unterwegs mal kurz was Fahrradbeherrschung bedeutet. Im Hotel schnell unter die Dusche, ab zur Massage. Und dann schnell die Tour de France angeschaltet.

Die Profis sind gerade in den Anstieg des Tourmalet eingefahren, doch zunächst passierte bei den Favoriten nicht viel. Erst im Anstieg nach Luz-Ardiden 3 Kilometer vor dem Ziel setzte Frank Schleck den entscheidenden Angriff. Alberto Contador konnte nicht mit gehen. Leider ist Klödi gestürzt und auch das Daumendrücken von Mike, Steffen, Gregor, dem ganzen Team und mir hat leider Nichts genützt.

Morgen steht sie an unsere vorletzte Etappe. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Tag 12: Mittwoch, der 13.07.2011

Althengstett - Schorndorf

In der Nacht gab es schwere Unwetter und extrem starken Regen, der erst kurz vor dem Start endete. Zum Glück.

Zum Glück auch eine kürzere Etappe mit der Chance, ohne nass zu werden im Ziel anzukommen. Denn der Wetterdienst hatte Regen angesagt.

Start am Logistikzentrum. Hier stießen heute noch Heinz und Werner Betz als auch Steffen Wesemann hinzu. Dann der Startschuss.

Was kommen musste, kam.

Die neuen Radler waren frisch und es ging mit ordentlich Geschwindigkeit aus dem Schwarzwald hinaus Richtung Remstal.

Richtig, wo Täler sind, sind auch Berge. Doch diese nahmen wir heute mit Schwung, denn 85 km waren absehbar.

Wir waren mit viel Schwung unterwegs, so dass wir gut eine Stunde zu schnell waren.

Diese Gelegenheit nutzen wir und legten noch eine Kaffee- bzw. Espressopause im wunderschönen Schorndorf auf dem Marktplatz ein. Bevor es zu unserem Standort bzw. unserem Kunden ging.

Als wir in den Hof in Schorndorf einradelten, empfingen uns die Kollegen und es war neben einer tollen Zieleinfahrt aus Gitterboxen, auch noch ein Buffet mit kalten Getränken, frischem Obst und Sandwiches aufgebaut.

Eine wirkliche Überraschung und eine große Freude war, dass meine Eltern und meine Schwester mit meinen beiden Neffen uns ebenfalls im Ziel empfingen.

Von unserem Kunden wartete Herr Jurczyk und bei einer kurzen Werksführung trafen wir noch Frau Drexler und Herrn Möhrer. Das war wirklich ein toller Moment, weil wir eben auch schon seit 20 Jahren zusammenarbeiten. Besonders stolz war ich über das Lob durch Herrn Möhrer über die gute Zusammenarbeit in den vielen Jahren, welches ich hiermit gerne an mein Team weitergeben möchte.

Danach fuhren wir uns Hotel und kamen kurz vor dem Regen an. Glück gehabt ;-)

Wir waren rechtzeitig dran, so dass wir schnell unsere Massagen bekamen.

Und dann gingen wir alle nochmals gemeinsam zum Italiener am Marktplatz, wo wir kulinarisch verwöhnt wurden. 

Natürlich aßen wir viel zu viel. Für die Radfahrer natürlich kein Problem ;-)

Tag 11: Dienstag, der 12.07.2011

Kirchheimbolanden – Althengstett  (Soll 164 km, IST 179 km)

6.30 Uhr, der Wecker läutet. Die Sonne strahlt durch die Fenster meines Hotelzimmers und der Blick gen Himmel zeigt es: Heute wird es warm, keine Wolke am Himmel. Die Pfalz begrüßt uns an diesem Tage mit bestem Wetter.

Auf die Etappe nach Kirchheimbolanden und zurück nach Althengstett hat sich Gregor besonders gefreut, denn hier wurde er geboren, hier wuchs er auf.

Nach dem Frühstück rollten wir zum Logistikzentrum und bekamen noch Verstärkung von Knud Schneider, auch ein sehr begeisterter und guten Radfahrer.

Dann ging´s los, als das Team von Kibo den Startschuss gegeben hatte.

Es begann eine wunderschöne Etappe durch eine tolle Landschaft und wir erhielten viele Informationen zur Gegend, denn neben Gregor kommen auch Stefan und Karl aus der Pfalz.

Unterwegs stieß noch einmal Willi Ehemann zu uns, so dass wir eine richtige Gruppe waren und mit viel Speed unterwegs waren. Doch schon gegen 11 Uhr merkten wir, dass es heute sehr heiß werden würde. So war es dann auch. Das Thermometer kletterte bis auf stellenweise 35 Grad.

In Bellheim machten mir eine ungeplante Pause in einem Café, nachdem uns Gregors Neffe erkannt hatte und uns laut zurief. Nach Espresso, Cappuccino und kalten Getränken ging es weiter.

Unterwegs fiel das Trinken  gar nicht so schwer, zum Essen musste man sich aufgrund der Hitze schon eher zwingen.

Knud Schneider, Willi Ehemann und Karl Platt begleiteten uns dann noch  bis nach Neuenburg. Sie fuhren zurück, während wir die Fähre nahmen und am Rhein übersetzten.

Dann ging es Richtung Schwarzwald und es wurde nicht nur wellig, sondern es kamen ganz ordentliche Anstiege. Die nicht extrem waren, aber die Hitze und die heiße und schwüle Luft machte uns ordentlich zu schaffen. Über den Spielberg, Richtung Straubenhardt, Calmbach, Oberrreichenbach näherten wir uns Althengstett.

Nach den Anstiegen gab es als Belohnung eine schöne Abfahrt. Doch die Freude hielt nicht lange an. Von Calw mussten wir hinauf nach Althengstett. Gregor, der die direkten Wege liebt, hatte sich für die Fuchsklinge entschieden. Zum Einstieg gleich mal 13 lockere Prozent Steigung. Elke zeigte uns dann mal am Berg, was Sache ist und unterwegs wurden wir von Werner Betz am Berg angefeuert. Ich hatte, den Eindruck, er wollte mal nach unserer Form schauen. Denn am nächsten Tag will er ja auch mitradeln.

Oben angekommen rollten wir dann zur Niederlassung, passierten das LSC und fuhren auf den Hof.

Die ganze Mannschaft war vor Ort, Jubel, Applaus, Zielbanner und wie bei den Bergetappen Schriftzüge auf der Straße: LILA TOUR 2011

Sensationell, spätestens jetzt kam ein bisschen Profifeeling auf.

Ich begrüßte zunächst das Team, dann 2 große Apfelschorle und dann der große Eimer mit kaltem Wasser.

Unser Niederlassungsleiter begrüßte bzw. stellte dann das Radteam persönlich vor, so dass eine Vorstellung meinerseits gar nicht mehr notwendig war. Sensationell waren die vorbereiteten Präsente für das Team.

Unschlagbar sind die gelben Trikots mit der Aufschrift „20 Jahre Lila“ und „Lila Tour 2011“ auf der Brust und den Etappenzielen auf dem Rücken. Wahnsinn.

Super lecker schmeckte auch das Grillbuffet.

Vielen Dank nochmals vom ganzen Team soll ich ausrichten, was ich hiermit gerne tue.

Das Radteam fuhr ins Hotel. Ich blieb noch in der Niederlassung, um noch etwas Zeit mit den Kolleginnen und Kollegen verbringen zu können und um natürlich auch ausführliche Informationen über das soziale Hilfsprojekt zu erhalten.

Dann schnell ins Hotel, Abendessen und noch Massage. Heute war ich wirklich müde. Die Hitze hat uns geschafft und anstatt gut 160 km sind es dann doch fast 180 km geworden.

Morgen zum Glück eine kürzere Etappe mit ca. 85 km

Lieber Karl, lieber Steini (Stefan) schön, dass ihr dabei ward. Es hat riesig Spaß gemacht. Willi sehen wir ja am Samstag wieder.

Tag 10: Montag, der 11.07.2011

Besigheim (Zentrale) – Kirchheimbolanden

Nach dem Transfer am Samstag vom Ruhrgebiet zurück nach Besigheim und dem Ruhetag gestern, begann heute die zweite Tourwoche in Besigheim.

Das Wetter war deutlich besser, um nicht zu sagen es war heiß, und vor allen Dingen kein Wind ;-)

Das Team und wir Fahrer trafen uns zum Frühstück im großen Besprechungszimmer. Heute hatten Gregor und ich Verstärkung. Richtige Verstärkung: Karl Platt, Stefan Steinweg, Elke Gebhardt und unterwegs stieß noch Willi Ehemann hinzu.

Während des Frühstücks sahen wir bereits, dass die Kolleginnen und Kollegen in Besigheim einige Vorbereitungen für den Start trafen. Luftballons, natürlich in Lila. Lila Banner und ein Lila Startbogen. Ich hatte den Eindruck, der ganze Standort, sowohl Terminal 1 als auch Terminal 2, waren da.

Vor lauter Freude vergaß ich meine Ansprache, die ich eigentlich noch kurz vor Abfahrt halten wollte. Ich war einfach überwältigt und mir auch bewusst, dass Ihr Euch trotz der vielen Arbeit die Zeit genommen habt.

Diese werde ich dann nochmals persönlich bei unserer Ankunft am Samstag, den 16.07.2011 nachholen.

Danke an Euch Besigheimer für den tollen Start incl. Startschuss.

Gerne will ich mich an dieser Stelle bei allen Lila-Logistikern für die letzten 20 Jahre der Zusammenarbeit und Euren Einsatz für Lila Logistik bedanken. Ich war immer stolz, einem solchem tollen Team vorstehen zu dürfen und ich freue mich sehr auf die kommenden Aufgabenstellungen und Herausforderungen mit Euch.

Das Schöne an der Rundfahrt ist es, einerseits die sozialen Projekte, die die Standorte durchgeführt haben kennen zu lernen und andererseits mich für die Zusammenarbeit der letzten Jahre persönlich bedanken zu können.

Dann ging sie los die Fahrt. Die ersten 100 Kilometer vergingen wie im Fluge.Gregor meinte, im Vergleich zur letzten Woche ist dies ja fast wie eine Kaffeefahrt. Wir waren viel schneller als geplant und entschieden uns deshalb, durch Speyer zu fahren und uns einen Espresso zu genehmigen.

Danach ging es genauso flott weiter nach Kirchheimbolanden. Hier wurden wir von unserem Team jubelnd empfangen und ein kleines Buffet mit Melonen, Sandwiches und Getränken war aufgebaut. Wir warfen einen Blick ins Logistikzentrum und dann ging es gestärkt mit dem Rad ins Hotel. Zum Hotel ging es dann noch einen Anstieg zwei Kilometer bergauf.

Im Hotel haben wir uns mit dem Lila-Projektteam, was aktuell den Anlauf in Kibo managed zum Abendessen getroffen. Jürgen zeigte uns danach die ersten Filmausschnitte der ersten Tourwoche. Natürlich gab es auch wieder eine Massage, damit die Beinchen morgen wieder fit sind.

Und dann ging´s ins Bett. Gute Nacht, denn morgen stehen wieder gut 160 km an.

Tag 9: Sonntag, der 10.07.2011

Ruhetag

So heute stand nicht viel an. Lange ausschlafen, etwas Gymnastik, 30 Minuten Rolle, die Klamotten waschen. Verbrauchte Materialien, wie Shampoo, Rasierschaum etc. auffüllen und natürlich die Energiespeicher wieder aufladen.

Und natürlich heute mal in Ruhe Tour de France schauen.

Bis morgen. Dann folgt der Bericht der Etappe von Besigheim nach Kirchheimbolanden.

Schönen Abend

Tag 8: Samstag, der 09.07.2011

Herne – Bochum – Recklinghausen

Heute bin ich das erste Mal nicht von selbst aufgewacht, sondern der Wecker musste kräftig läuten, bis ich wach war.

Aber was rauschte denn da schon wieder. Nein, schon wieder Regen.

Egal, schnell zum Frühstück, Auto laden, Räder schnappen und los ging´s.

Zum Glück heute nur eine kurze Etappe. Allerdings durch den Pott. Erste Station war unsere Niederlassung in Bochum. 25 km nicht viel, aber mindestens 30 rote Ampeln, so dass wir gar nicht dazu kamen unsere Beine locker zu fahren. Paffi war frisch und sprintete locker an jeder Ampel los.

In Bochum angekommen, wurden wir freundlichst empfangen, kurze Stärkung.

Und das Team wurde verstärkt. Zwei Mitradler unseres Kunden, Herr Marian Jopp und Stefan Metzler, begleiteten uns nach Recklinghausen. Unsere Kollegin Frau Schlichting sowie die Kollegen Herr Wyschnewski und Herr Schweinsberg verstärkten uns noch zusätzlich.

Heute war das Ziel, sehr früh im Standort Recklinghausen an zu kommen, weil einerseits wir von unserem Kunden auf dessen Jubiläumsfeier eingeladen waren und weil heute auch noch der Transfer nach Besigheim mit dem Auto anstand.

In Recklinghausen hatten wir noch die Chance, einen Blick in unser Logistikservice-Center zu werfen. Dann wurde geduscht und dann gab es ein leckeres Steak mit Pommes. Gregor bevorzugte Curry rot weiß mit Pommes.

Danach ging es auf Heimreise bzw. nach Besigheim für den Ruhetag am Sonntag.

Anja, Emu und Gregor fuhren im Wohnmobil. Ingo Hey machte noch Zwischenstopp in Bonn. Jürgen und ich fuhren direkt nach Besigheim.

20.00 Uhr Ankunft zu Hause. Klamotten ausladen und sofort die Waschmaschine in Betrieb gesetzt.

Dann Fußball Deutschland gegen Japan. Leider sind unsere Frauen nach einem tollen Spiel ausgeschieden.

Tag 7: Freitag, der 08.07.2011

Bünde – Herne (Soll 155, IST 162 km)

Aufgewacht und gefreut, denn für heute war gutes Wetter und leichte Bewölkung angesagt, dazu nur wenig Wind. Doch dann der Blick aus dem Fenster: Regen, nicht stark, aber unangenehmer Nieselregen und die Straßen nass. Egal, was soll´s, ab zum Frühstück, Auto laden, Fahrt zur Niederlassung.Und siehe da, es hörte auf zu regnen. Startschuss und los ging´s.

Raus aus Bünde und ab Richtung Herne und dann Richtung Südwesten.

Und aus einer langen Flachetappe wurde richtig harte Arbeit. Die Windräder zeigten uns die Rückseite Ihrer Flügel und sie drehten sich verdammt schnell.

Gegenwind, starke Windböen und der Wind drehte nicht, hörte nicht auf, wurde nicht schwächer.

Gregor fragte: „Micha, welche Sünden haben wir begangen?“ Nachdenken machte keinen Sinn. Treten war angesagt. Ich meinte noch, zumindest haben wir keinen Regen mehr. Das hätte ich lieber nicht gesagt, denn 10 km später gab es 5 Kilometer lang eine richtige Dusche.

Aber wir hatten wirklich wieder wunderschöne Streckenabschnitte dabei. Vor und nach Warendorf riesige Getreidefelder, schön anzuschauen, allerdings boten diese natürlich keinen Windschutz.

Dann kamen wir ins Ruhrgebiet und der Verkehr nahm sehr stark zu. Wir entschieden, kurz zu stoppen und uns im Stehen zu verpflegen, da die Gefahren im Verkehr sonst zu groß gewesen wären.

Dann bogen wir in Herne auf das Firmengelände. Dort war ein sensationeller Empfang vorbereitet. Fanfaren, Jubel, Lila-Fahnen und ein selbst designter Zielbogen.

Blumenstrauß für die Radler und anstatt Medaillen und einem Siegerkranz gab es einen aufgeblasenen Schlauch als Notfallreserve.

Gregor und ich gingen dann schnell unter die Dusche und dann ging´s hoch in den dritten Stock ins große Besprechungszimmer.

Hier warteten das Lila Team und Herr Koopmann von der Frühförderung Herne, der seine Organisation kurz vorstellte, für die Lila Herne das Hilfsprojekt aufgesetzt hatte.

Neben der Übernahme verschiedener Investitionen, wie z. B. in eine schöne Schaukel und Gartenhäuschen für die Kinder, leistete das Team auch hier großen Arbeitseinsatz. Den Kinder gefiel die Farbe Lila so gut, dass die Gartenhäuschen Lila gestrichen werden sollten. Gesagt, getan.

Die Hilfsaktion ist eigentlich abgeschlossen, aber die Lilas haben für den Herbst bereits den nächsten Unterstützungseinsatz zugesagt.

Danach fuhren wir ins Hotel. Die Temperaturen sind angestiegen, so dass wir ein schönes Abendessen im Freien genießen konnten. Am Abend stießen noch Jörg Paffrath hinzu, der uns morgen auf dem Rad begleitet sowie Peter Kehl, ein sehr bekannter Sportreporter bei der WAZ.

Danach hatte ich noch eine Massage und fiel wie ein Stein ins Bett. Der Gegenwind hat wirklich viel Kraft gekostet.

Tag 6: Donnerstag, der 07.07.2011

Hildesheim – Bünde (geplant 129 km, IST 151 km)

Ablauf wie immer: aufstehen, Sachen richten, frühstücken, letzter Check des Fahrrades und es geht los. Wetter einwandfrei, leicht bewölkt. Also los in kurz/ kurz.

„Lass uns mal locker aus Hildesheim rausrollen“, so Gregor.

Ok, es kam kein Berg, aber gleich ein ordentlicher längerer Anstieg und das mit schweren Beinen und aus dem Kalten und mit Gegenwind, da waren die Beinchen schon ordentlich zu spüren. Ich hatte mich auf flaches Land eingestellt, doch da täuschte ich mich. Natürlich waren es keine Berge und keine langen Anstiege, aber doch ordentliche Rampen und lange Wellen.

Nach 50 Kilometern war er endlich mal da. Der Rückenwind. Gregor schaltete runter und die Kilometeranzeige kletterte in liebenswerte Höhe.

Wir rollten über eine Stunde mit deutlich über 40 km/h im Durchschnitt und es machte richtig Spaß wie die Kilometerchen fielen.

Heute hatten wir leider etwas Probleme mit den Garmins, so dass 2 längere Anstiege und 22 Kilometer hinzukamen, die nicht geplant waren.

Es war eine sehr schöne Etappe mit wunderschönen Ecken. Wir hatten auch das Glück, ein Stück an der Weser entlang zu fahren und man fährt einfach Routen, die man mit dem PKW nicht wählt.

Deutschland ist ein wirklich schönes Land. Interessant ist allerdings, wie schnell sich die Mentalitäten der Leute verändern.

Die Freundlichkeit der Leute im Osten ist faszinierend, was alleine schon das Grüßen unter Radfahrer betrifft oder auch die freundlichen Reaktionen der Leute auf der Straße, wenn wir mit dem Rad unterwegs waren.

Trotz Probleme mit den Garmins kamen wir natürlich in Bünde an. Hier wurden wir vom „Lila Tour-Teufel“ hüpfend empfangen und die Mitarbeiter gaben mit Wunderkerzen in der Hand Applaus. Sensationell sind auch die kleinen selbstgebastelten kleinen lila Tour-Räder und die Schlüsselanhänger, die wir als Andenken erhalten haben.

Super und vielen Dank!

Dann haben wir super leckere Snacks und Getränke bekommen und Frau Cordes war so freundlich und hat uns noch eine kleine Führung durch den Betrieb gegeben.

Dann ging´s ins Hotel Dusche, Massage und Abendessen.

Und dann kam sie: Die Vorspeise des Jahres.

Gregor und ich hatten anstatt Cappuccino de Champignon jeder Caprese Mozzarella bestellt.

Was kam, war nicht mal ein Gruß, sondern eher ein Grüßchen aus der Küche.

Der Küchenchef hatte eine halbe Tomate und drei Scheibchen Caprese brüderlich zwischen Gregor und mir aufgeteilt. Wir sind ja nur 151 km geradelt und hatten ja keinen Hunger.

Weil wir ja keinen Hunger hatten, kam das Essen dafür etwas später.

Zu Ehrenrettung des Koches sei gesagt, es hat sehr gut geschmeckt und im Hauptgang hatte er ordentlich die Teller gefüllt.

Gute Nacht uns bis morgen. Wir freuen uns auf 160 km und auf Herne.

 

Tag 5: Mittwoch, der 06.07.2011

Zwenkau – Hasselfelde

6:30 Uhr der Wecker läutet und siehe da…die Sonne scheint ins Hotelzimmer.

Aufstehen, Klamotten hinrichten, anziehen, frühstücken, Autos laden, Räder richten und dann rollen wir mit den Rädern zu unserem Standort in Zwenkau.

Und zwar kurz, kurz. Für die nicht Fachleute: kurze Hose, kurzes Trikot.

Die Sonne sticht und es scheint ein heißer Tag zu werden. Die Mannschaft erwartet uns. Wir werden nochmals mit Riegeln und Getränken versorgt, dann werden wir per Startschuss auf die Etappe geschickt.

Begleitet werden wir die ersten Kilometer von Gislinde, Mitarbeiterin der Leipziger Zeitung.

Es ist windstill und wir rollen die ersten eineinhalb Stunden gemütlich.

Gislinde begleitet uns bis nach Freyburg. Ein wunderschönes Städtchen aus dem auch der Rotkäppchen Sekt kommt. Keine Sorge, Gregor und ich haben nicht unser rotes Ballkleid und unsere hohen Schuhe angezogen und sind romantisch geworden.

Nein, wir blieben in Lila und haben uns nochmals verpflegt, denn jetzt wurde es ernst, denn es ging in Richtung Harz und einige Anstiege waren zu erwarten. Der Bekannteste ist sicher der Kyffhäuser Berg. Doch die Anstiege waren nicht das Problem, sondern wir hatten die letzten 80-90 km wieder starken Gegenwind.

Landschaftlich war es wirklich eine wunderschöne Etappe, kleine Hindernisse wie gesperrte Brücken, wo wir unsere Räder tragen mussten, einmal außen vor gelassen. Dies schienen auch viele Motorrad- und Cabriofahrer zu wissen.

Was hart war und auch sicher viele Körner gekostet hat, waren die vielen, teilweise langen Abschnitte mit Kopfsteinpflaster.

Ich hatte den Eindruck, diese hatte Gregor mit Absicht ausgewählt, um in alten Erinnerungen schwelgen zu können, denn Paris – Roubaix war eines seiner Lieblingsrennen.

Zitat Gregor: „Mir hat es immer am besten gefallen, wenn es hart war und wehgetan hat, denn dann wusste ich, die anderen leiden noch mehr“.

Ihr könnt Euch die Strecke ja downloaden und auch mal abfahren ;-), vielleicht kommt Gregor ja nochmals mit, um nochmals mit Euch in Erinnerungen zu schwelgen.

Als wir die meisten Anstiege hinter uns hatten und auch das wunderschöne Städtchen Stolberg im Harz passiert hatten, kam, was wirklich nicht sein musste, ein sommerlicher Platzregen.

Gut, es hat abgekühlt, denn es war den ganzen Tag sehr heiß, drückend und schwül, aber das wäre nicht nötig gewesen. Dies ging zum Glück nur 7 – 8 Kilometer. Der Fahrtwind hatte alles wieder schnell getrocknet.

18 Kilometer vor Hasselfelde nochmals ein Anstieg und ich merkte, dass ich zu wenig gegessen hatte. Oben am Berg angekommen dann schnell 3 Bananen und natürlich Lila Schokolade von Milka und es ging weiter.

10 Kilometer vor Hasselfelde zog der Himmel zu, es begann zu stürmen und es war klar, es wird ein heftiger Regen kommen.

Gregor sah das auch, sprach nicht viel und trat in die Pedale und wir fuhren die letzten Kilometer, die noch einige Wellen hatten, zwischen 42 und 48 km/h. Die Oberschenkel glühten, zumindest meine.

Wir kamen am Ortseingang in Hasselfelde an, wo das Wohnmobil stand und eine nicht fertig gestellte Garage war. Wir stellten uns unter und der Regen kam wasserfallartig.

Schnell umgezogen, kurz noch einen Teller Pasta gegessen und dann noch 120 km Transfer nach Hildesheim.

Beim Abendessen, ich war wirklich platt;  stellte ich noch die Frage, wieso eigentlich eine Überführungsetappe 178 km haben und hart sein muss?

Zitat Gregor: „Lieber Micha, ich dachte Du willst ein bisschen Rad fahren“.

Vielen Dank ans Team, Ihr habt heute wieder einen Spitzenjob gemacht!

 

Tag 4: Dienstag, der 05.07.2011

Zwickau – Zwenkau

Nach dem langen Transfer hatten wir heute das Glück einer kürzeren Etappe von 81 km. Dies bedeutete, wir starteten später und konnten länger schlafen bzw. unserer Klamotten, vor allen Dingen die Schuhe, länger trocken föhnen. Das Beste im Badezimmer des Hotels war die Möglichkeit, den Fön auf Dauerstrom zu stellen.

Nach dem Frühstück direkt zum Start. Die Straßen waren noch etwas feucht, aber der Regen hatte zum Glück aufgehört. Der Startschuss fiel auf dem Gelände unseres Kunden durch Herrn Rudolf.

Wir rollten los, begleitet von unserem Kollegen Thomas Rechner vom Standort in Zwenkau. Die Stimmung war gelöst, denn heute lautete die Strategie, die Beine von der gestrigen Etappe mit 197 km locker zu fahren, denn morgen steht die zweitlängste Etappe mit 178 km an.

Es war eine tolle Etappe mit landschaftlich wirklich schönen Ecken. Schade, dass die Sonne nicht schien.

Alles entspannt, doch plötzlich eine Baustelle, die die Begleitfahrzeuge nicht passieren konnten. Wir entschieden, alleine weiterzufahren und uns im Ziel wieder zu treffen.

Dann bogen wir auf die Zielgerade. Es war nicht nur irgendeine Zielgerade, sondern es ist die Zielgerade der Neuseenclassic.

Olaf rief: „Die Straße kenne ich, hier habe ich schon gewonnen!“

Ja, das ist richtig. Unser Standort in Zwenkau ist nicht nur radsportbegeistert, sondern stellt die komplette Infrastruktur für die Radprofis und die Veranstalter, die Start- und Ziellinie befindet sich direkt vor unserer Einfahrt.

Und diese Einfahrt haben wir dann genommen. Fanfaren erklangen und ein riesiges Schild mit Aufschrift Ziel, zwischen zwei Stapler in 6 m Höhe gespannt, erwartete uns. Doch nicht nur dass, die Zwenkauer Kolleginnen und Kollegen haben ein kleines Zelt aufgebaut, Thüringer-Bratwürste in Sachsen vorbereitet und uns lautstark empfangen. Wirklich toll!

Doch das Beste waren die Lila-Tour-Medaillen und der Lila-Tour-Pokal aus einem Stück Kohle auf einem schönen Steinsockel. Hier war sofort die ganze Radsporterfahrung zu erkennen. Gregor, Olaf und Jens waren begeistert. Ich auch.

Vielen Dank an die Zwenkauer, super !!!

Danach fuhren wir  zum Hotel, Massage, schönes Abendessen und dann der Sieg der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft über Frankreich. Was will man mehr, ein guter Tag geht zu Ende.

Wir freuen uns auf morgen, auch wenn 178 km mit einigen Anstiegen anstehen, aber es ist schönes Wetter angesagt und dann sind diese Kilometer gefühlt sicher angenehmer als mit Regen.

Leider verlasen uns heute Olaf und Jens. Super, dass Ihr dabei wart. Hat viel Spaß gemacht und es war immer lustig bzw. "happy"

Bis Morgen, viele Grüße vom ganzen Team

 

Tag 3: Montag, der 04.07.2011

5.30 Uhr, der Wecker läutet, sofort aufstehen, denn heute steht die längste Etappe der Lila Tour an. Als erstes einen Blick aus dem Fenster. Ok die Straßen sind noch nass, aber es hat zumindest aufgehört zu regnen. Der Wind leider nicht, er bläst immer noch. Aber was soll´s. So haben wir wenigstens die Chance, im Trockenen zu starten.

Dann musste alles ruckzuck gehen. Radsportklamotten anziehen, SRM und Garmin vorbereiten. Koffer packen und dann schnell zum Frühstück.

Nach dem Frühstück haben wir die Autos und das Wohnmobil verladen, fast wie bei den Profis  ;-).

Eines war klar: an der Organisation und am Material sollte es nicht scheitern.

Dann sind wir zum Start in die polnische Firmenzentrale gefahren.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich selten, sehr selten sprachlos bin. Aber als wir auf das Firmengelände einfuhren, war ich sprachlos.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfingen uns mit Lila-Luftballons und es war ein Startbogen und eine Startschleuse mit Lila Logistik Logos aufgebaut. Und vor dem Startbogen gab es ein Büffet mit Sandwiches, Kuchen, Kaffee, Tee und Getränken.

Nach einer kurzen Ansprache von mir fiel der Startschuss, natürlich mit Pistole, zur längsten Etappe, geplante 193 km.

Es war sehr frisch beim Start, aber zumindest kein Regen. Richtig: zumindest beim Start kein Regen. Das änderte sich nach 20 km.

Dann kam er der Regen. Von 197 km, die es nachher wurden, hatten wir 120 km starken Regen und immer von vorne, denn eines war noch beständiger als der Regen, 195 km Gegenwind, starker Gegenwind. Lediglich die letzten 2 Kilometer, als wir nach Wroclaw einfuhren und wir in der Stadt die Richtung wechselten, war es besser.

Als wir auf dem Firmengelände einrollten trauten wir erneut unseren Augen nicht. Der Startbogen war als Zielbogen bereits wieder aufgebaut und die Kolleginnen und Kollegen an diesem Standort empfingen uns mit Applaus, Sandwiches und Getränken.

Doch wir mussten sofort unter die Dusche. Einerseits waren wir durch und durch nass und wir waren total „eingesaut“, denn neben dem schlechten Wetter hatten wir mit extrem schlechten Straßen und vielen Baustellen zu kämpfen. Beim Duschen meinte Gregor noch, er hätte nicht viele Etappen in seiner Profikarriere gefahren, die so hart waren. Ich war beruhigt, denn ich spürte meine Beine nicht nur ein bisschen.

Olaf sagte, Mensch bei der Tour of Poland sind wir die Hauptstraßen gefahren und die waren schon nicht toll, aber die Nebenstraßen sind echt spannend. So, dass wir sehr konzentriert und mit viel Handzeichen fahren mussten. In der Regel war immer nur eine Hand am Lenker den die andere zeigte im Wechsel die Gefahren an.

Der Vorteil: der Rücken verspannte nicht, da wir permanent Gymnastik machen durften.

Nach dem Empfang am Standort hatte ich noch kurz die Chance, den neuen Präsidenten unseres Kunden zu treffen und danach ging es aber direkt von Wroclaw in Polen zurück nach Zwickau. Leider nochmals 400 km Transfer. Hier sind wir dann am 21.30 Uhr angekommen, bis 23.00 Uhr Autos ausladen, Zimmer beziehen, Abendessen und dann gab es sie noch, die wohlverdiente Massage durch Anjas Zauberhände.

00:30 ich falle ins Bett. Gute Nacht uns bis Morgen

 

Tag 2: Sonntag, der 03.07.2011

Transfer von Zwenkau nach Gliwice in Polen

Nach einem schönen Abendessen mit  vielen Kohlenhydraten, versteht sich von selbst, habe ich noch eine wunderbare Massage von Anja erhalten. Hatte allerdings die Vorgabe, erst noch eine Stunde auf die Rolle zu gehen.Tja, man darf nichts dem Zufall überlassen.

Danach haben wir uns noch den Boxkampf von Klitschko gegen Haye angeschaut.

Konnten wir ja, denn Gregor Braun, unser Teamkapitän, reist erst morgen direkt nach Polen mit dem Flugzeug an und konnte uns so nicht ins Bett schicken ;-)

Natürlich haben wir auch die Tour de France verfolgt, bei der ja vielleicht bereits bei der ersten Etappe eine Vorentscheidung gefallen sein könnte, zumindest gegen Alberto Contador.

Nach einem ausführlichen Frühstück sind Olaf Pollak und Jens Glücklich als weitere Radfahrer in Zwenkau zu uns gestoßen, so dass wir morgen in Gliwice zu viert auf dem Rad starten werden.

Wie gesagt Gregor Braun, Olaf Pollak, Jens Glücklich genannt „Happy“ und ich. Ich kann Euch nur schwer beschreiben, welch tolles Gefühl es ist, mit Weltmeistern und Olympiasiegern aus dem Radsport in einer Mannschaft  radeln zu dürfen.

Und natürlich alle in Lila ;-).

Der Transfer nach Gliwice ließ für die Etappe am Montag einiges sehr schnell erahnen:Kälte, Regen und Gegenwind!

Es schüttete wie aus Eimern und stürmte so stark, dass wir teilweise auf der Autobahn etwas langsamer fahren mussten.

Aber die Hoffnung auf besseres Wetter stirbt bekanntlich zu letzt.

Nach 540 km sind wir dann in Gliwice angekommen.  Es war ein bisschen wie Coming Home, weil wir in demselben Hotel untergebracht sind, in dem ich seit über 10 Jahren untergebracht bin, wenn ich nach Gliwice reise.

Wir haben schnell die Zimmer bezogen. Ich bin dann noch eine Stunde auf die Rolle, damit die Beine vom vielen Auto fahren etwas lockerer wurden.

Danach hatten wir ein wunderschönes Abendessen. Wir, d. h. das Radteam und meine Kolleginnen und Kollegen aus Polen.

Das polnische Team stellte seine zwei wirklich tollen und emotional sehr berührenden soziale Hilfsprojekte vor (siehe unter Hilfsprojekte).

Für mich war es sehr schön, die Kolleginnen und Kollegen natürlich auch einmal in einem anderen Umfeld zu treffen. Natürlich war ich auch sehr entspannt und voller Vorfreude, denn morgen startet in Gliwice die Lila Tour oder wie die Franzosen sagen würden die Tour de Lila.

Vielen Dank an alle für den wunderschönen Abend!

 

Tag 1: Samstag, der 02.07.2011

Der Countdown ist vorbei. Die Lila Tour 2011 ist gestartet. Es ist 14.00 Uhr das Team hat sich in der Firmenzentrale in Besigheim-Ottmarsheim getroffen. Das Wohnmobil und die beiden Begleit-PKW´s werden beladen.

Es wird ernst, sowohl die Freude als auch die Anspannung steigt. Die Stimmung ist gut.

Nichtsdestotrotz wir haben nun noch ca. 1000 km Anreise zu unserer polnischen Zentrale in Gliwice. Hier wird der Lila Tour-Start-Schuss fallen, um dann 2 Wochen später in der Firmenzentrale wieder anzukommen.

Auf der Fahrt zu unserem Standort nach Zwenkau bei Leipzig, wo wir auf unserem Weg nach Polen Zwischenstation machen, kommen viele Erinnerungen hoch.

Einerseits zur Lila Tour 2007, die ebenfalls von Ingo Hey organisiert und begleitet wurde und natürlich zu 20 Jahre Lila Logistik.

Ich möchte nicht sagen, dass wir sentimental auf unserer Fahrt geworden sind, aber dass diese Tour emotional wird und von vielen schönen Erinnerungen geprägt sein wird, lässt sich nicht verleugnen.

Die Lila Tour ist nicht nur eine Jubiläumsfahrt, sondern viel, viel mehr.Die Lila Tour hat eine wichtige Botschaft: Nachhaltigkeit!

Diese Botschaft Nachhaltigkeit war die Grundlage für den Erfolg der ersten 20 Jahre Lila und dies wird die Grundlage für die nächsten erfolgreichen 20 Jahre Lila Logistik sein.

Mit dieser Nachhaltigkeit haben wir uns erstens zum Ziel gesetzt sehr ökonomisch zu arbeiten, um unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit und Zukunft zu sichern, zweitens unserer sozialen Verantwortung in der Gesellschaft bewusst zu sein und diese wahr zu nehmen und natürlich drittens unserer Ökologischen Verantwortung, der wir schon im Grundprinzip durch unser Geschäftsmodell Beratung und Umsetzung gerecht werden.

Ziel ist eben diese Botschaft persönlich mit dem Fahrrad in die Niederlassungen und Standorte zu tragen.

Ich freue mich sehr auf diese Tour, weil wir alle Standorte besuchen und diese Ihre sozialen Projekte 2011 präsentieren und wir uns alle gemeinsam am Ende der Tour  mit allen unseren Mitarbeitern und deren Familien in unserer Firmenzentrale zu einem schönen Sommerfest treffen.

Es wird viel zu berichten geben, von der Lila Tour 2011, sicher die ein oder andere Erinnerung von der Lila Tour 2007 und natürlich von den sozialen Projekten der Standorte, die Erlebnisse mit den Kollegen und Kolleginnen und den gemeinsamen Erlebnissen und Eindrücken mit dem Lila Tour Team.

Dieses werden wir Euch auch noch ausführlich vorstellen.

Dank an dieser Stelle schon jetzt an alle Kollegen und Kolleginnen, die die Tour und die Projekte unterstützen, dem Mitreisenden Team und den Sportlern, die uns begleiten, dem Team der Radsportakademie und allen denen, die uns von zu Hause aus unterstützen und natürlich Euch, die Ihr die Tour verfolgt und uns so natürlich motiviert durchzuhalten.

Vielen Dank und bis zu nächsten Bericht

Euer Michael Müller